Zum Inhalt springen
priki.de Kanzleien · Steuerberater · Praxen
Rechenschaft Stand
1. August 2026

Sicherheit & Datenschutz

Eine Kanzlei, die einen Mandanten verrät, hat ein Problem, das kein Software-Update löst. Deshalb wird hier nicht mit Siegeln geworben, sondern aufgeschrieben, was tatsächlich getan wird — und was nicht.

Was diese Seite bewusst auslässt

Sie nennt jede Maßnahme und ihre Wirkung, aber keine Konfiguration: keine Adressen, keine Freigabelisten, keine Versionsstände. Wer prüfen will, ob wir taugen, braucht das Verfahren. Wer angreifen will, bräuchte die Werte. Eine Seite, die beides verrät, wäre kein Vertrauensbeweis, sondern ein Argument gegen uns. Für eine Prüfung mit Tiefgang gibt es das Gespräch und eine Vertraulichkeitsvereinbarung.

Grundsatz

Vier Zusagen, an denen alles hängt

DE
Verarbeitung ausschließlich in Deutschland, auf eigener Hardware. Kein US-Subprozessor.
0
Kundendaten im Modelltraining. Kein Training, kein Feintuning, keine Weitergabe.
1:1
Ein Mandant, ein abgeschotteter Datenraum — durchgesetzt in der Datenbank, nicht im Programmcode.
47
Rechtsakte im geprüften Bestand. Jedes Zitat mit Fundstelle und Link zur amtlichen Quelle.
Technische Maßnahmen Art. 32 DSGVO

Was im Betrieb passiert

Geordnet nach dem, wogegen es schützt — nicht nach Produktnamen.

  • Trennung der Mandate liegt in der Datenbank

    Jede Abfrage läuft unter dem Mandanten des angemeldeten Nutzers. Eine Abfrage ohne diesen Kontext liefert keine Zeilen — auch dann nicht, wenn ein Programmierfehler sie auslöst. Die Trennung ist damit kein Versprechen der Anwendung, sondern eine Eigenschaft des Speichers darunter.

  • Getrennte Datenbankrollen mit unterschiedlichen Rechten

    Die Anwendung arbeitet nicht als Eigentümerin der Datenbank. Wo sie nur lesen muss, darf sie nur lesen. Bei jedem Start prüft eine Routine, ob eine Tabelle mehr Rechte bekommen hat als vorgesehen — und bricht den Start ab, statt es hinzunehmen.

  • Der Rechenknoten hält keine Mandantendaten

    Die Sprachmodelle laufen auf einem eigenen Server. Der hält Modellgewichte und sonst nichts: keine Datenbank, keine Akten, keine Sicherungen. Was zur Beantwortung nötig ist, geht über eine private, verschlüsselte Leitung hin und wird nach der Antwort nicht aufbewahrt.

  • Zugangsdaten Dritter verschlüsselt gespeichert

    Verbindungen zu Kanzleisoftware und ähnlichen Systemen brauchen Zugangsschlüssel. Sie liegen verschlüsselt, mit einem Schlüssel, der nicht in der Datenbank steht. Wer eine Kopie der Datenbank hätte, hätte damit keine Zugänge.

  • Anmeldung: zweiter Faktor, Passkeys, Sperre bei Versuchsserien

    Zweiter Faktor und Passkeys stehen jedem Konto offen. Wiederholte Fehlversuche werden gebremst — automatisch, ohne dass jemand eingreifen muss.

  • Verwaltungsbereich nicht öffentlich erreichbar

    Der Betreiberbereich ist am Netzrand eingeschränkt, zusätzlich zur Anmeldung. Wie, steht hier bewusst nicht.

  • Sicherungen verschlüsselt und außer Haus

    Verschlüsselt vor dem Verlassen des Servers, mit Aufbewahrung über ein Jahr. Jede Sicherung wird unmittelbar nach dem Erstellen auf Lesbarkeit geprüft — eine defekte Sicherung, die erst beim Wiederherstellen auffällt, ist schlimmer als gar keine, weil man sich monatelang in Sicherheit wiegt.

  • Überwachung, die den Ernstfall kennt

    Geprüft wird nicht, ob Server antworten, sondern ob die Kette bis zur fertigen Antwort trägt. Ein Wächter, der „läuft" meldet, während niemand eine Antwort bekommt, ist schlimmer als keiner. Das ist kein Lehrsatz, sondern die Lehre aus einem echten Ausfall.

  • Nachvollziehbare Löschung

    Konto- und Organisationslöschungen laufen über einen geführten Ablauf mit Protokoll. Was gelöscht wurde, bleibt als Vorgang belegbar — ohne dass die gelöschten Inhalte weiterexistieren.

DSGVO Auftragsverarbeitung
Art. 28

Datenschutz nach Vorschrift — und darüber hinaus

  • Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO für jeden Kunden, mit Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten.
  • Keine Drittlandübermittlung in der Plattform. Für die Verarbeitung Ihrer Inhalte gibt es keinen Subprozessor außerhalb der EU — damit stellt sich die Frage nach Standardvertragsklauseln und Angemessenheitsbeschluss dort gar nicht erst. Zur Reichweitenmessung auf dieser Seite siehe den eigenen Abschnitt weiter unten; wir verschweigen sie nicht.
  • Auskunft und Datenmitnahme als Funktion, nicht als Vorgang: Der Export liegt im Produkt und läuft unter dem Mandantenkontext.
  • Datensparsamkeit bei der Auswertung. Die Betreiberstatistik enthält ausschließlich Kennzahlen — Zähler, Summen, Zeitpunkte. Auch als Betreiber sehen wir keine Chatinhalte, keine Anhänge und keine Notizen.
  • Berufsgeheimnis mitgedacht: § 203 StGB betrifft nicht nur den Berufsträger, sondern auch mitwirkende Personen. Die Architektur ist so gebaut, dass Mitwirkung technisch nicht in Kenntnisnahme umschlägt.
KI-Verordnung (EU) 2024/1689
ab 2. August 2026

Was die KI-Verordnung verlangt — und wo wir stehen

Die Verordnung ist seit dem 1. August 2024 in Kraft; der Großteil wird am 2. August 2026 anwendbar. Das ist kein Startschuss, sondern die größte Stufe eines Zeitplans, der 2025 begonnen hat.

  • Einstufung: kein Hochrisiko-System

    PRIKI unterstützt Berufsträger bei Entwürfen und entscheidet nichts selbst. Anhang III wurde Nummer für Nummer geprüft und das Ergebnis mit Begründung und Datum festgehalten — statt es im Bedarfsfall zu behaupten. Die Einstufung wird anwaltlich gegengezeichnet; bis dahin gilt sie als das, was sie ist: unsere eigene, dokumentierte Bewertung.

  • Kennzeichnung für Menschen (Art. 50 Abs. 1)

    Dauerhaft sichtbar, nicht nur beim ersten Aufruf: Es steht in jedem Zustand des Bildschirms, dass eine KI antwortet — und welches Modell gerade arbeitet.

  • Kennzeichnung für Maschinen (Art. 50 Abs. 2)

    Erzeugte PDF- und Word-Dateien tragen die KI-Herkunft in ihren Metadaten, zusätzlich zur sichtbaren Fußzeile. Als Urheber steht weiter die Kanzlei darin — das Schreiben ist ihres. Ein unsichtbares Wasserzeichen im Text gibt es bewusst nicht: Was eine Kanzlei aus dem Haus gibt, darf nichts enthalten, was sie nicht sieht.

  • Belegpflicht statt Beteuerung

    Zitiert PRIKI eine Vorschrift, kommt sie aus einem geprüften Bestand amtlicher Quellen — mit Paragraf, Fassung und Link zur amtlichen Seite. Setzt das Modell etwas in Anführungszeichen, das dort nicht wörtlich steht, wird das der Antwort als Warnung vorangestellt, statt es zu glätten.

  • Der Mensch bleibt in der Verantwortung

    PRIKI erzeugt Entwürfe. Es verschickt nichts, reicht nichts ein und trifft keine Entscheidung. Das ist keine Einschränkung aus Vorsicht, sondern die Zweckbestimmung.

Reichweitenmessung nur priki.de
nicht app.priki.de

Google Analytics: auf dieser Seite, nicht in der Anwendung

Eine Seite, die vor US-Anbietern warnt und selbst still mitmisst, hätte ihr Argument verspielt. Deshalb steht hier genau, was wo läuft.

  • Diese Marketingseite (priki.de): Messung nur nach Einwilligung

    Ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung wird kein Skript von Google geladen und keine Verbindung dorthin aufgebaut — der Banner ist keine Formalie, sondern der Schalter selbst. Sagen Sie zu, werden Daten an Google übertragen, auch in die USA; die IP-Adresse wird gekürzt. Sie können jederzeit widerrufen.

  • Die Anwendung (app.priki.de): keine Messung, technisch ausgeschlossen

    Dort läuft kein Analysewerkzeug — weder von Google noch von sonst jemandem. Und es ist nicht bloß nicht eingebaut: Die Anwendung setzt eine Inhaltsrichtlinie (Content-Security-Policy), die ausschließlich eigene Quellen zulässt. Ein Skript von einem fremden Host würde der Browser verweigern, selbst wenn es jemand versehentlich einbaute. Das ist der Unterschied zwischen „wir tun es nicht" und „es kann nicht passieren".

  • Warum das auch für Anwälte tragbar ist

    Auf der Marketingseite entstehen keine Mandatsdaten. Wer sie liest, ist Interessent, nicht Mandant; es gibt hier keine Akte, keinen Chat und keinen Upload. Die Messung ist einwilligungsbasiert nach § 25 TDDDG und Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und lässt sich jederzeit widerrufen. Die Verschwiegenheitspflicht knüpft an Mandatsgeheimnisse an — und die entstehen ausschließlich in der Anwendung, wo nicht gemessen wird.

Nachprüfbar

Öffnen Sie in der Anwendung die Netzwerkansicht Ihres Browsers. Sie werden keinen einzigen Aufruf an einen Google-Host finden — nur Aufrufe an app.priki.de selbst. Auf dieser Seite hier finden Sie einen, sobald Sie zugestimmt haben, und keinen, wenn Sie ablehnen.

Ziel ISO/IEC 27001
angestrebt

Wohin es gehen soll: ISO/IEC 27001

Wir sind heute nicht zertifiziert, und wir schreiben das hin, statt es zu umschreiben. Eine Zertifizierung, die man andeutet, ohne sie zu haben, ist der schnellste Weg, das Vertrauen zu verlieren, um das es geht.

Der Weg dorthin ist begonnen, weil einiges davon ohnehin gebaut wurde:

  • Steht: Zugriffssteuerung mit getrennten Rollen, verschlüsselte Sicherungen mit geprüfter Wiederherstellbarkeit, Protokollierung, dokumentierte Architekturentscheidungen samt Begründung, ein geführtes Verzeichnis echter Störungen mit Ursachenanalyse.
  • Fehlt: das förmliche Managementsystem — Anwendungsbereich, Risikoinventar, Wirksamkeitsmessung, interne Auditierung und die externe Zertifizierungsstelle.

Bis dahin gilt hier dasselbe wie im ganzen Haus: keine Behauptung ohne Beleg. Was zertifiziert ist, steht auf dieser Seite, sobald es zertifiziert ist — und keinen Tag früher.

Häufige Fragen

Vier Fragen aus dem Erstgespräch

Wo werden die Daten verarbeitet?

Ausschließlich auf Servern in Deutschland, auf eigener Hardware. Es gibt keinen US-Subprozessor und keine Weitergabe an einen Modellanbieter. Die Modelle laufen auf unserer GPU — nicht bei einem Dienst, der sie für uns betreibt.

Werden meine Eingaben zum Training verwendet?

Nein. Kein Training, kein Feintuning, keine Weitergabe. Die eingesetzten Modelle bleiben unverändert; angepasst wird nur der Kontext, den sie zur Laufzeit bekommen.

Wie werden Mandate voneinander getrennt?

In der Datenbank, nicht im Programmcode. Jede Abfrage läuft unter dem Mandanten des angemeldeten Nutzers; ohne diesen Kontext gibt es keine Zeilen. Ein Programmierfehler kann diese Grenze nicht aufheben, weil sie nicht im Programm liegt.

Was passiert, wenn ich kündige?

Der Export liegt im Produkt und läuft jederzeit. Danach wird gelöscht, mit Protokoll über den Vorgang — nicht über den Inhalt.

Prüfen Sie uns

Für eine Prüfung mit Tiefgang — Datenflüsse, Verträge, Löschkonzept — gibt es das Gespräch und eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Was auf dieser Seite fehlt, fehlt mit Absicht, nicht aus Verlegenheit.

Gespräch vereinbaren